Führungsstile situativ

„Führen Sie situativ?“
CHRISTINE BIESINGER

Situativer Führungsstil –
Einschätzung des Reifegrads nach Hersey und Blanchard

Hersey und Blanchard bestimmen unterschiedliche Führungsstile je nach Reifegrad des Mitarbeiters. Der Reifegrad hat zwei Aspekte:

  1. die fachliche Reife (Aufgabenreife). Hier geht es darum, wie fachlich erfahren der Mitarbeiter in der Durchführung seiner Aufgaben ist.
  2. die menschliche Reife (psychologische Reife). Welche Aufgaben kann man dem Mitarbeiter anvertrauen?

 

Erläuterung der Führungsstile

  • Telling. MA mit diesem Reifegrad sollten eher eng geführt werden. Häufige und klare Unterweisung. Die Kommunikation geht zur Aufgabe, d.h. zur Sache. Das Was und Wie steht im Vordergrund. Die Kontrolle sollte eher oft und genau sein.
  • Selling. MA mit diesem Reifegrad bringen eigene Überlegungen ein. Sie müssen überzeugt werden. Dies geschieht über die Formulierung von Zielen. Die Kommunikation ist ausgewogen zur Aufgabe aber auch zur Person.
  • Participating. MA mit diesem Reifegrad wollen in Entscheidungen von Anfang an miteinbezogen werden. Sie wollen sich mit der Aufgabe identifizieren. Dies geschieht am besten mit Durchsprache von Planungen und Vorhaben, die MA um Unterstützung und Rat bitten.
  • Delegating. MA mit diesem Reifegrad werden an der langen Leine geführt. Sie brauchen eigene Verantwortungsbereiche, Kennziffern und Erfolgsreporting in größeren Abständen. Vorgesetzte sollten sich hier zurücknehmen und die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Arbeit dieser MA verbessern.